43. Folge – 1. Deutsche Liddä Weinverkostung

Wein Soul-Faktor Euronen
2011 Riesling
Weingut Reinhard & Beate Knebel, Mosel
bis 10
2011 Riesling
Weingut K.J. Thul, Mosel
bis 10
2011 Trollinger Rosé
Weingut Schnaitmann, Württemberg
bis 10
2010 Spätburgunder
Weingut Salwey, Baden
bis 10

Heute begebe ich mich in die Niederungen der Weinkultur bei „Wein am Limit“. Zumindest wird das in den Augen vieler Weinsnobs so gesehen. Leider ist der gute deutsche Literwein, umgangssprachlich „Liddä“, vom Radarschirm vieler Konsumenten verschwunden. Zumindest scheint es so. Irgendwie demonstriert er noch die Zeit des Wirtschaftswunders, wo für viele Menschen gut gleichbedeutend mit viel war. Die letzten Jahre waren wir doch eher darauf bedacht, nach Motto „weniger ist mehr“ zu leben und rationalisieren den ungehemmten Genuss.

Ich erinnere mich an mein Praktikum auf dem Rheingauer Weingut Johannishof. Der erste Wein, der nach Vergärung gefüllt wurde, war der Liter Riesling des Hauses. Ein blitzblanker, knackig frischer Saft mit etwas Kohlensäure aus dem Stahltank. Köstlich!

Die Familie Eser war (und ist bestimmt noch) sehr penibel darauf bedacht, einen sauberen, ordentlichen Trinkwein auf die Flasche zu füllen. Denn der „Lidda“ ist die Visitenkarte eines gut geführten Betriebs. Ein Wein, der vor allem von den Nachbarn, Stammkunden und Gastronomiekunden gerne konsumiert und gekauft wurde. Ein herrlicher Stoff zu Flammkuchen, Quiche und Brotzeit.

Jeder erzählt heute natürlich gerne, mich eingeschlossen, von seinen Highlights und vielleicht zu selten von den ganz normalen Alltagsweinen. Deswegen widme ich diese Folge den Menschen und Weinen mit Bodenhaftung. Die vier Protagonisten dieser Sendung sind alle durch einen Facebook-Aufruf mit über 100 Vorschlägen zu mir in die Sendung gekommen. Alle gingen leider nicht, und ich habe mich auf ein paar interessante Vorschläge von Euch verlassen. Es sieht so aus, dass dieser Klassiker mehr Fans hat als ich dachte.

Besonders angetan hat es mir der Mosel-Riesling von Matthias Knebel. Ein super Stöffchen mit brillanter Frucht und „wilden“ Hefearomen. Das ist eigentlich qualitativ schon eine andere Liga und hat mich wirklich umgehauen. Ein genialer Partywein und ein „must have“ für Leute, die einen authentischen Geschmack suchen. Der Riesling von Karl-Josef Thul, auch von der Mosel, ist ein klarer, sauberer Wein, bei dem man die Säure stärker schmecken kann, wodurch er trockener wirkt. Ein solider Tropfen, der im Schatten des ersten Rieslings daherkommt. Das ist, wie immer bei Wein am Limit, mein ganz persönlicher Eindruck und zeigt meine Vorliebe für charaktervolle Weine.

Der wunderbar erdbeerfruchtige Trollinger Rosé vom württembergischen Spitzenwinzer Rainer Schnaitmann ist delikat und leicht. Ein süffiger Rosé, aber nicht platt und banal wie so vieles aus dieser Rebsorte und besser als viele plumpe Roséweine aus deutschen Landen. Trocken, würzig und leicht. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Der Spätburgunder von Konrad Salwey vom Kaiserstuhl ist die große Überraschung. Denn bei dieser Rebsorte hätte ich soviel Qualität nicht vermutet. Eine feine Nase, die dem Aroma dieser komplexen Rebsorte gerecht wird. Der Wein ist jetzt in einer sensationellen Phase und gehört einfach weggetrunken. Unverschämt lecker.

Ich danke allen Zuschauern, Fans und Freunden dieses Blogs für die tollen Kommentare, Empfehlungen und bisherige Treue.

Also, liebe Leute: Trinkt mehr vom guten Liddä! Cheers, euer Hendrik

Über hendrikthoma

Master Sommelier und Gastgeber bei Wein am Limit
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36 Antworten zu 43. Folge – 1. Deutsche Liddä Weinverkostung

  1. Oliver Haag schreibt:

    Knebel geil, Schnaitmann genauso und den Spätburgunder von Salwey liebe ich einfach. Ach ja den Salwey gibts bei mir für 8 Euronen – der absolute Renner

  2. Klaus Reichenbach schreibt:

    Qualität hängt eben nicht unbedingt von der Flaschengröße ab. Und für den täglichen Trinkspaß in größerer Runde ist die “Liddä” Flasche praktisch. Außerdem hat das auch einen ökologischen Aspekt. Weniger Verpackung und Gewicht, mehr Inhalt. Das spart auch beim Transport Geld und Abgase.

  3. Hardy schreibt:

    Endlich die Literweinfolge. Schade nur, dass kein Frankenwein vorkam. Aber ich hoffe auf eine zweite Folge mit Literwein, in der dann Frankenwein vorkommt.
    Jedoch ne echt schöne Folge. Das macht schon Lust auf mehr. Salwey werde ich wohl mal endlich aus dem keller holen und probieren.
    BTW: Warum trägst du denn keine Mütze mehr?

  4. Carsten Laade schreibt:

    Na, da hatten wir mal richtig Glas im Spass nicht wahr Hendrik! Klassse knackige Statements zu den flüssigen Visitenkarten!
    Salwey ist der Hammer!
    Liebe Grüsse von Carsten, der Stimme aus dem Off.

  5. baden schreibt:

    meine Empfehlung in der 1 Liter Klasse, Sätburgunder vom Weingut Hummel im Kraichgau……

  6. Rainer schreibt:

    Hallo, lieber Hendrik!

    Danke für die Liddä-Verkostung – hab sofort den Sieger-Riesling bestellt, bin schon sehr gespannt. Die Liste der 110 Vorschläge ist beachtlich, hast Du dir die Weine rausgesucht die am häufigsten genannt wurden?

    Zur Begrüßung wünsche ich mir eine Erkennungsmelodie so wie es auch der von Dir wertgeschätzte Gary V. im Intro hatte, die holst Du Dir am besten auch über facebook, der Siegerkomponist spielt die Melodie dann in Deiner Sendung und verkostet mit Dir die auf dem Programm stehenden Weine. Eine Standardbegrüßungsfloskel sollte eher kurz sein, dann ist mehr Zeit für das eigentliche Thema übrig, den Text nach dem Schema: Willkommen – Vorstellung – Thema der Sendung – fänd ich OK für mich.

    Die Tagesform schwankt wie Hr. Goethe schon wusste manchmal zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – ehrlich so zu sein wie Du Dich fühlst bringt es glaube ich eher als das werte Wohlbefinden mit exaltierten Sprüchen weg zu drücken.

    Diese Folge hier zeigte jedenfalls Freude am Thema und tatsächlich Spaß im Glas – gefällt mir!
    Grüße+Danke, Rainer

  7. Armand schreibt:

    Ich zitiere hier einmal den Master of Wine, Philipp Schwander aus dem letzten VINUM-Heft, welches vor mir liegt.

    “Man kann die besten Lagen auswählen, das Traubengut aufwändig selektionieren und die Ernte von Hand einbringen – die Herstellungskosten belaufen sich, von besonders verrückten Steillagen mal abgesehen, auf vielleicht etwas mehr als 10 Euro pro Flasche. Und dieser Betrag gilt selbst für einen Premier Grand Cru aus dem Bordelais.”
    Das Zitat ist unvollständig und wer möchte kann alles im Netz nachlesen.

    Philipp Wittmann wird ebenso mit seinem Standpunkt zitiert, warum eine Flasche Wein
    100 Euro und mehr kosten darf. Auch das ist dort zu lesen.
    Möglicherweise sind persönliche Emotionen die mit einem Erzeuger/Namen oder einer Region verknüpft werden, Verfügbarkeit, die eigene Eitelkeit sowie die Lust am Spekulieren preistreibend. (Kann nach Belieben ergänzt werden.)
    Zum Schluss noch einmal Philipp Schwander:
    “Es ist jedem selbst überlassen, was er zahlen will, aber zu oft bekommt man fürs Geld zu wenig ins Glas.”

    An der Stelle bin ich froh, dass es dieses Forum gibt. Danke Hendrik!!

    Da schaue ich mir auch gerne das informative Video über Petrus an. So macht auch dieser Pomerol Spaß, von dem es im Kleinen Johnson heisst, er wäre “rein und himmlisch”.
    Noch was, gehört zwar nicht ganz hierher, ich sags trotzdem: Im Moment herrscht bei mir absolute Rieslingmüdigkeit! Dann schon eher den späten Burgunder.

    Beste Grüße Armand

    • Rainer schreibt:

      Hab mir mal den Wein-Shop des zitierten Schweizer MS angesehen, auf Anhieb fand ich auch bei ihm als Niedrigpreis-Apologet Weinangebote um 80,- EUR. So ganz kann er den höheren Preisen wohl selbst nicht abschwören? ;)

      Seine Aussage hinsichtlich der Produktionskosten pro Flasche sollte er einmal im Interview mit seinen Landsleuten dem Ehepaar Gantenbein besprechen. Das Interview ergäbe sicherlich erhellende Momente.

      Sehenswert: Das Ehepaar Gantenbein und ihr Weingut in den Schweizer Alpen

      Beeindruckend, scheinbar „wohnen“ die sozusagen in ihren Weinbergen. JEDEN Tag wird nach den Pflanzen gesehen, was zuviel ist wird abgeschnitten, zu sehen ist wie jede Traube auf fehlerhafte Früchte untersucht wird und jedes Träubchen das nicht gesund ist abgetrennt wird. Die Rebstöcke sind kurz vor der Ernte mit Netzen abgedeckt damit die Amseln nicht die Ernte auffuttern.

      Alles gaaaaanz ruhig und solide. Unter 65,- EUR bekommt man hierzulande keine Flasche, für manche Sorten muss man vorbestellen, Subskriptionsverkauf nur an „Frühbucher“. ;o)

  8. Barolista schreibt:

    Guten Abend lieber Hendrik,
    ich bin neu hier und bisher noch nicht zum Kommentieren gekommen, da ich den Blog vor anderthalb Wochen gefunden habe und erstmal aufholen musste im „Folgen nachsehen“… Ach waren mir diese Tage ein Fest! Wobei ich empirisch herausgefunden habe, dass ich Deinen Ausführungen (und den meisten Deiner Gäste) am liebsten in meiner Küche zusehe und höre. Ich finde es an diesem kleinen Örtchen ganz wunderbar, wenn kompetente Weinfreunde sich in Rausch oder Rage reden, während ich im Kochdampf schnibble, wende, würze und rühre. Weinfachmänner und –frauen mit Esprit und Geist wollte ich schon immer über meiner Spüle gestikulieren sehen. Das ist ganz ernst gemeint. Nun muss ich leider von der täglichen Unterhaltung in den 4-Tage-Rhythmus kommen, das werden ein paar Dolcetto helfend unterstützen. Tun sie sicher, auf das Piemont ist bezüglich dieser Rebsorte Verlass. Auf deutsche Wein stütze ich mich aber auch ganz gerne. Kurz und gut: dieser VideoWeinBlog ist seit langem das Beste, was mir im Web 2.0 über den Bildschirm gelaufen ist. Kompliment dafür und weiter so. Ideen wurden ja schon reichlich geliefert, da halte ich mich heute zurück. Ich will nur anmerken, dass Du Dir bezüglich der Begrüßung im Superlativ-Stil nicht soviel Gedanken machen solltest. Was zählt der erste Satz – so übel isser nun auch nich – wenn Du danach weiterredest wie bisher. Spaß im Glas ist schließlich das Wichtigste. Und vor allem: Deine Haltung, die in Bestform jeglichen Dogmatismus vermissen lässt und meinem langsam anertrunkenen Selbstvertrauen in Augen, Nase und Gaumen nicht zu Bedrohung wird. Dafür Dankeschön und bis zum nächsten Schluck! Und noch doch noch ein aktueller Tipp für viel Stoff für kleines Geld: der Silvaner 2011 vom Weingut Seehof.

  9. Praterralle schreibt:

    Hallo Hendrik,
    vielen Dank, dass Du die Idee aufgegriffen hast, obwohl ich schon einen Franken vermißt habe. Bei Salwey fand ich auch die Weiß-und Grauburgunder aus der Literflasche Klasse. Ist einfach ein ganz großartiges Weingut, von dem ich mir regelmäßig nach Wien schicken lasse. Das mit der Visitenkarte des Weinguts kann ich nur unterstützen. Aber ich denke auch, dass sich in diesen Weinen die Region präsentiert. Es sind ja Weine, die von den normalen Leuten täglich getrunken werden und zu der Alltagsküche passen, also sehr authentisch sind. Roter und weisser Pressack mit 2011er Silvaner aus der Liddaflasche ( Sauer, Störrlein & Krenig oder Schmitt´s Kinder), rat mal woher. Ein Draum werd woar.

  10. Wine Nerd schreibt:

    Hallo Hendrik,

    tolle Sendung. schon wahr – man sollte auch mehr das Einfache schätzen. Von Schnaitmann habe ich erst wenig getrunken, aber das war super und Salwey ist wirklich ganz vorne in Baden dabei. Ich liebe den Weißherbst aus diesem Haus!

    Best!
    Wine Nerd

  11. Marco Rosso schreibt:

    Schöne Lanze für den Liddä gebrochen.Hab auch schon ähnliche Erfahrung gemacht.Der Liter wird sehr oft unterschätzt.Also,alle mehr Liddä trinken ! :-))

  12. Stefan schreibt:

    Assoziationen zum Liter im besten Sinne: Gartenfest, viele Menschen und schöne Gespräche, der Wein steht nicht im Mittelpunkt gefällt aber allen und man kann bis in den späten Abend davon trinken. solche Weine dürfen weder sehr langweilig noch sehr sättigend sein. Bei Rotweinen ist das für mich sehr selten, der deutsche Liter wird deshalb durch den guten PLV-Roussillon (Boudau oder ähnliches ersetzt.) auch das eine tolle Sendung, ich liebe Salwey-Weine, vor allem seit sie noch feiner und alkoholschwächer geworden sind

  13. Werner schreibt:

    Das wurde echt mal Zeit Hendrik, Literweine Folge 2 ist jederzeit willkommen! Wir haben dir ja bei FB genügend Vorschläge gemacht :-).

  14. also das mit dem ökologischen aspekt; werde liter flaschen nach gebrauch wieder verwendet, oder sind wir auf der suche nach einem oeko wein im tetra pack ca. 5 liter der saumässig fein ist?

  15. freddy schreibt:

    Super Folge!
    Vielen Dank. Vielleicht ist ja bei Folge 2 einer aus der Pfalz dabei?

  16. Niklas Peltzer schreibt:

    Hat mich sehr überrascht diese Folge. Hat meine Ansicht zum Literwein verändert!!

  17. Reblaus1975 schreibt:

    Ich bin begeistert von diesem Beitrag. Leider wird man manchmal blöde angeguckt, wenn man dem Besuch eine 1 Liter-Flasche vorsetzt. Nach dem Motto…..”der Schrott für den Besuch.” Dabei sind gerade die 1-Liter-Weine für Partys in lockerer Atmosphäre hervorragend geeignet, wenn sie natürlich gut sind. Schrott bleibt selbstverständlich Schrott

  18. Rainer schreibt:

    Hallo, Hendrik!

    Einer meiner Freunde in Bielefeld hat mich mit einem derben Spruch beeindruckt: „ Schitt da mal hin, muss aber auch stinken!“ lautete diese knorrig, westfälische Aufforderung wenn ich mal was zu beanstanden hatte. :P

    Das fiel mir spontan ein als ich auf facebook von Dir las die „Werbedame“ beim Weingut Keller habe auf die Frage nach einer Probeflasche geantwortet das Weingut sei nicht an einem Vergleich interessiert.

    Mal abgesehen davon, dass es nach meiner Kenntnis mindestens 3 – i.W. DREI – Weingut Keller in D gibt, was ist das denn?
    Wenn ich einen Wein testen will, dann besorge ich ihn einfach – den Betrag um die 10,- EUR wird die Portokasse doch wohl noch hergeben wenn andererseits sonst durchschnittlich 20,-EUR und mehr bei den seit Folge 1 gezeigten Weinen akzeptabel erscheint? ;)

    Nichts für ungut – schwaches Argument, oder?! :)

    • Praterralle schreibt:

      Es gibt sogar noch viele Keller mehr. Ich denk mal es geht um den Winzer des Jahrzehnts KK (nicht Klaas Klever) oder? Das Weingut Keller aus Baden/Kaiserstuhl hab´ich nämlich immer nur sehr zuvorkommend und kompetent kennen gelernt.

    • hendrikthoma schreibt:

      Lieber Rainer, die haben wahrscheinlich gar nicht genug und deswegen wollten sie es nicht noch zusätzlich anbieten. Es ist das Weingut Keller aus Rheinhessen dessen Weine ich sehr, sehr gut finde. Ich hatte es nur auf FB kundgetan, weil sich gleich vier Leute für dieses Weingut ausgesprochen hatten und ich ihn aus o.g. Gründen nicht vorstellen konnte. Beste Grüße, Hendrik

  19. Praterralle schreibt:

    Hallo Hendrik,
    das meinte ich mit kennen gelernt. Man hat praktisch keine Chance an die Weine zu kommen und sich ein Urteil zu bilden. Nur über den Handel ( da auch nicht immer) und nicht direkt vom Weingut. Leider bin ich nicht auf facebook und habe dadurch nicht Deinen Kommentar lesen können. Ich fand nur die Begründung: “kein Interesse an einem Vergleich” etwas elitär. Dazu stehe ich auch. Herrn Keller aus Dalsheim und seine Weine habe ich leider noch nicht kennen gelernt. Die Spitzenwinzer, welche ich das Vergnügen hatte zu treffen, waren eigentlich Sportsmänner/-frauen, die Vergleichen gegenüber sehr aufgeschlossen sind. Deiner Antwort entnehme ich, dass dies auch für diesen Spitzenwinzer gilt.
    Santé

  20. Rainer schreibt:

    Ich hatte das große Glück im Frühjahr vom genannten Weingut den 2011er Riesling trocken –S- kaufen und trinken zu können. Hab ihn bewusst deshalb bestellt weil es in der Beschreibung hieß, dass der Senior des Hauses von ihm schwärmte und ihn lobte. Mit seiner Erfahrung wird er wissen was gut ist, dachte ich und sollte mich nicht irren. Es passiert mir sehr selten, dass mich ein Wein berührt und beinahe ehrfürchtig werden lässt. Wie gesagt, so möchte ich mein Erleben des Genusses beschreiben und nein, ich hab zunächst nicht mehr als 1 Glas probiert, der Alkohol war nicht dran Schuld. ;) Der 2011er –S- ist sofort ausverkauft gewesen, gar nicht erst in den Handel gelangt und auch beim Weingut nicht mehr zu haben. Die bei Händlern gefundenen älteren Jahrgänge hatten entweder die von mir gefürchtete Petrolnote oder kamen nicht an den Eindruck des 2011er heran. Manchmal ist es eine Gnade so einen einzigartigen Genuss auch wirklich nur 1x haben zu können – so schön und überwältigend wie beim ersten Mal wird’s sowieso nie wieder! ;)

    Es haut mich von denen bei weitem nicht alles so um wie der beschriebene Wein, es ist Glückssache so etwas zu finden was auch tatsächlich zum persönlichen Geschmack passt und Freude macht. Wir können uns hier nur darüber austauschen – was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall! :)

  21. Rainer schreibt:

    Hab mich sehr auf die Rieslinge gefreut, hätte allerdings gewarnt sein müssen, oft genug hat Hendrik sich gegen den Geschmack von “Fruchtsalat aus Konservenfrüchte” ausgesprochen und betont Soulpunkte gibt es für Eigenwilligkeit mit Ecken und Kanten und Einzigartigkeit.

    Nun gut, trotzdem ist die Literflasche vom Weingut Knebel bei mir an wenigen Tagen zum Essen geleert worden. Für sich allein stört mich die Bitterkeit beim Abgang. Ich vermisse auch Säure und natürlich den von mir sehr gern gemochten „Fruchtsalat“ – den hat er nicht, geht eher in Richtung herber Chardonnay. Er ist aber frisch, Restkohlensäure steigt feinperlig beim Einschenken auf – sauber gemachter, eher herber und nicht fruchtiger Essensbegleiter. Bin jetzt sehr gespannt auf den Thul-Riesling, das Paket ist noch unterwegs.

    Vor probieren des Salwey Spätburgunders hatte ich noch einen Rest vom in Folge 36 http://weinamlimit.de/2012/07/12/36-folge-wein-der-sonne-bruder-und-schwestern/ vorgestellten Mas Clavel getrunken. Dagegen kann der Salwey nicht anstinken. Auch nicht wenn ich ihn wie den Le Mas nicht in den Kühlschrank stelle, wird er nicht rund und beeindruckend vollmundig wie der Franzose. Der Salwey schmeckt vergleichsweise dünn und alkoholische Schärfe ist spürbar. Sehr schade, der geführte Mailwechsel mit dem Weingut Salwey war ausgesprochen freundschaftlich, bedaure es wirklich sehr da nicht das Richtige für meinen Geschmack gefunden zu haben. Die Flasche ist noch gut gefüllt, werde weiter probieren.

    Hoffentlich hat Thul mehr „Fruchtsalat“ für mich! ;)

  22. Vielen Dank für diesen großartigen Clip…..cheers Dein Jan

  23. Gilli Vanilli schreibt:

    Jaja ich bin auch so einer hab mich von dem schlechten Ruf abschrecken lassen
    Aber neulich um die Ecke im Weinladen bei ner kleinen Probe n sehr guten Riesling lidda getrunken und gleich gekauft

    Denke den salwey werde ich auch mal ordern

  24. freddy schreibt:

    der Knebel ist schon fast leer, ist der Hammer!
    Salwey folgt :-)
    Gibt es einen Teil 2 der Liddä Verkostung?

    • hendrikthoma schreibt:

      Moin Freddy, beide Liddä sind wirklich der Hammer. Im nächsten Jahr kommt bestimmt ein zweiter Teil. Viele Grüße, Hendrik

      • Freddy schreibt:

        Der 2012er Lidda von Knebel ist da und schmeckt genau so gut wie der 11er! Freue mich schon auf die Liddaverkostung in diesem Jahr!

  25. Pingback: 78. Folge – Der Bachelor von der Terrassenmosel, 1. Teil | Wein am Limit

  26. Freddy schreibt:

    Eine Liddä Riesling 2012 Verkostung wurde gerade in Meiningers Weinwelt vorgestellt. http://meiningers-weinwelt.de/

  27. Sven schreibt:

    Hey Hendrik,

    mach’ doch mal ne neue Liter-Wein-Verkostung!

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