52. Folge – Wein für Gold!

Wein Soul-Faktor Euronen
2002 „La Tache“ Grand Cru
Domaine de la Romanée-Conti, Burgund
1600-2000
2003 Château Pontet-Canet
5ème Grand Cru Classé, Pauillac, Bordeaux
80-100
1986 Château Mouton-Rothschild
1er Grand Cru Classé, Pauillac, Bordeaux
500-700
2004 Château Lafite-Rothschild
1er Grand Cru Classé, Pauillac, Bordeaux
500-700
2001 Harlan Estate
Napa Valley, Kalifornien
650-900

Heute geht es um Euer euer Geld bei Wein am Limit. Weinlaie, Buchautor und Finanzexperte Michael Mross ist Betreiber und Mann hinter dem Portal bei http://www.mmnews.de. Dort warnt er schon seit Jahren vor dem Euro(z)verfall und rät weiterhin dazu, in feste Sachwerte, vor allem Gold, zu investieren. Das hört sich dramatisch an, aber zurzeit vermag uns Bürgern niemand erklären können, wohin die Reise gehen soll. Unser Finanzsystem erlebt in diesen Tagen erhebliches Misstrauen und allgemeine Verunsicherung.

Lange Zeit galten vor allem französische Luxusweine als lohnendes Spekulationsobjekt mit hoher Rendite, speziell ab dem legendären Jahrgang 2000 (nicht wegen seiner Qualität, sondern vielmehr wegen der drei Nullen). Diese sollten sich – analog zu einem wirtschaftlich gesunden Umfeld – durch wachsende globale Nachfrage entwickeln. Feste Werte, die man, auch wenn sie nicht performen, letztlich noch selber trinken kann. Es wurde und wird weiterhin viel mit Wein spekuliert. Besonders junge, hungrige und riesengroße Märkte wie China, Indien, Russland und Brasilien haben den Preis für einige ausgesuchte Weingüter in den letzten Jahren nach oben getrieben.

Doch seit ungefähr einem halben Jahr ist die Luft raus aus einem teilweise absurden Markt. Niemand hätte für es für möglich gehalten, dass die Talfahrt so rasant kommt. Der Index für die Top 50 Weine in den Charts des zuverlässigen Portals http://www.liv-ex.com hat seit dem Frühjahr an Punkten mehr als ein Drittel verloren. Das ist eine neue Entwicklung. Seit einigen Wochen hat sich der Liv-ex marginal erholt, d. h. den freien Fall vorerst eingestellt. Eventuell mag das nur vorübergehend sein, denn Insider erwarten einen heißen Herbst, auch für unser Finanzsystem.

Einige Weine, wie z. B. der 2008 LafiteRotschild, oder noch absurder Duhart-Milon Rotschild, waren meines Erachtens völlig überbewertet. Die Acht ist eine chinesische Glückszahl. Der 2008 „Lafei“, wie er in China genannt wird, ist ein sehr guter, aber mit ziemlicher Sicherheit kein ganz großer Wein. Die Diskussionen im Internet, besonders die kritische Haltung einiger Journalisten und Blogger, dürften nicht ganz an den chinesischen Käufern vorbeigegangen sein. Darüber hinaus galt eine wertvolle und bekannte Flasche aus renommierten Häusern wie Lafite oder MoutonRothschild als Zeichen großer Wertschätzung und wurde gerne verschenkt. Aber das Wirtschaftswachstum in China hat sich vor einiger Zeit gedrosselt, und mit teuren Geschenken muss man vorsichtig sein. Bestechung lässt grüßen.

Trotzdem werden in China – und rund um den Globus – weiterhin luxuriöse Weine gekauft. Es ist ein bisschen wie in der Mode: auf einmal sind es seltene Burgunder wie Romanée-Conti und Kennerweine wie der seltene Shiraz „Hill of Grace“, die über Nacht eine starke Nachfrage erleben. Es wird subtiler denn je ausgesucht. Die Gunst der Nachfrager hat sich schnell gedreht. Es ist nicht nur „Namedropping“, das zieht, sondern es werden vermehrt seltene Werte gesucht. Der Kunde, also der Markt, wird schlauer, selektiver und wird sich korrigieren.

Die Weine der heutigen Sendung sind nur ein kleines Portfolio aus vielen Möglichkeiten, sich am Investment für Wein zu beteiligen. Es ist schwer verständlich, warum einer der besten Weine der 80er Jahre wie der 1986 Mouton Rothschild (100 Parker-Punkte), ungefähr denselben Preis erzielt wie ein sehr guter, aber keinesfalls außergewöhnlicher 2004 Lafite Rothschild (94 Parker-Punkte). Ein guter Beweis für die Irrationalität des Marktes. Aber die Tage für diesen Wahnsinn sind wahrscheinlich bald gezählt. Auch in den neuen Märkten dürfte die Kennerschaft wachsen, und die Informationen rund um die Weine sind im Internet schnell und jederzeit verfügbar. Der Markt ist eindeutig transparenter geworden, auch wenn das nicht jedem schmeckt.

Dass ein 2002 Burgunder aus der Grand-Cru-Lage „La Tâche“ von der legendären Domaine de la Romanée-Conti (93 Parker-Punkte) heute bei 1.700 – 1.900 Euro liegt, mag perfide erscheinen. Es gibt, oder gab, nur 17.000 Flaschen ab Werk. Aber wer weiß, wie viele bereits in den Kehlen durstiger Millionäre verdunstet sind.

Im Gegensatz zu den kleinen Burgunder-Domainen haben die bordelaiser Erstgewächse das zehnfache der Menge (ca. 200.000 Flaschen) zu vermarkten. Abgesehen davon sind die ersten Gewächse, wie im Fall der Rothschilds, lediglich Markenflaggschiffe. Diese Häuser haben viele Weingüter und Joint Ventures rund um den Globus und können vom Supermarkt bis zum Raritätenhändler ziemlich in jeder Preisklasse den Markt beliefern.

Amerikanische Rotweine, wie der konzentrierte Harlan Estate (96 Parker-Punkte) aus dem kalifornischen Napa Valley, haben sich seit den 90ern zu gefragten Spekulationsobjekten entwickelt. Das liegt weniger an der europäischen oder globalen Nachfrage, sondern an Freaks, Texanischen Ölmilliardären oder neureichen Dot.comern aus dem Silicon Valley. Amerikaner sind große Patrioten und exportieren nur sehr wenig Wein. Entgegen anderslautenden Gerüchten haben sie in einigen Bundesstaaten eine ausgeprägte Weinkultur. Die Vereinigten Staaten haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Qualitätsweinmärkte der Welt gemausert. Das erklärt, zumindest in gewisser Weise, die Preisexplosion bei den eigenen Kultweinen. Der Preis liegt bei Harlan um die 600 – 800 Euro. Ein „Hard to get“ ist er obendrein.

Spannend finde ich aufstrebende Weingüter wie Pontet-Canet, ein 5ème Grand Cru Classé aus Pauillac (96 Parker-Punkte für den 2003er). Als Spekulationsobjekt weniger geeignet, aber trotzdem mit Performance. Bis Mitte der 90er hätte ich vom Kauf dringend abgeraten. Doch die Anstrengungen von Alfred Tesseron, besonders im letzten Jahrzehnt, waren enorm. Das Weingut wird mittlerweile sogar biodynamisch bewirtschaftet. Der 2003 ist ein genialer Wert aus einem schwierigen, heißen Jahr, dem heißesten seit 500 Jahren. Der Ausgabepreis lag bei ca. 35 Euro, heute – nach 9 Jahren – kostet er bereits mehr als das Doppelte. Viel entscheidender ist für mich, dass der Pontet-Canet zu den besten Weinen des Jahrgangs gehört. Qualitativ und geschmacklich steht er den berühmten 1er Crus in nichts nach. Er hat das Potential, den ein oder anderen noch zu übertreffen. Ich persönlich empfehle, sich künftig auf Weingüter wie z. B. Leoville-las-Cases, St. Pierre, Léoville-Barton unter den Radar zu holen. Vielleicht sind sie für die ganz große Spekulation nicht geeignet. Doch wer weiß? Vielleicht kommen die Konsumenten eines Tages dahinter, dass der Unterschied zu den so genannten Weinlegenden marginal oder gar nicht vorhanden ist. Möglich ist auch, dass sich der rasante Preisanstieg, den wir bis Mitte 2011 erlebt haben, noch mal wiederholt. Dann wäre jetzt eine gute Gelegenheit, einzusteigen.

Der Markt für die ganz exzessiv teuren Weine ist sehr empfindlich. Es gibt viele Spekulanten und wesentlich weniger Käufer im Markt. Es ist möglich, dass diese Blase richtig platzt. Denn viele Besitzer von ganz teuren Trouvaillen verweigern in diesen Tagen den Genuss bei diesen hohen Preisen. Den unterirdischen Spruch: das trinke ich dem Wein nicht ab, höre ich immer wieder! Dann fährt man im Maserati und maßgeschneiderten Anzug vom Hof.

Gut, wer dann Pontet-Canet im Keller hat. Der muss bei diesem Psychospiel nicht mitmachen und kann weiterhin „fast“ reuelos genießen.

Über hendrikthoma

Master Sommelier und Gastgeber bei Wein am Limit
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62 Antworten zu 52. Folge – Wein für Gold!

  1. Vinofant schreibt:

    Also bitte Hendrik – ich bin schockiert.
    MMNews ist übelste Verschwörungstheorie mit pseudoreligiösem und teilweise rechtsgerichtetem Käse unter dem Deckmantel der “Krisen-Berichterstattung”.
    Finde das nicht gut, dass diesem Unsinn hier eine Plattform geboten wird….

    • hendrikthoma schreibt:

      Lieber Vinofant, ich kenne Michael als liberalen, toleranten Menschen. Sicherlich ist seine Meinung eine von vielen, die ich aber gelten lasse. Es ist ein heikles Thema, und ich denke, wir werden zu diesem Beitrag sehr unterschiedliche Kommentare sehen. Lassen wir den Dingen mal freien Lauf und schauen uns an, was die Gemeinde sagt. Danke, Hendrik

      • Werner schreibt:

        Hallo Hendrik, ich hatte zuvor weder von Herrn Mross noch von MMNews etwas gehört. Dich schätze ich als offenen, angenehmen und ehrlichen Menschen und die Wahl deiner Gäste hier fand ich bisher immer sehr gelungen. Nach dem Kommentar von Vinofant habe ich mich jetzt interessehalber mal 10 Minuten durch die Seite geklickt und einige ziemlich rechte Kommentare entdeckt. Ich möchte Herrn Mross keinesfalls etwas unterstellen, aber zumindest einige der Herrschaften die auf seiner Seite Kommentare deponieren erscheinen bedenklich. Und wenn er das nicht teilt sollte Herr Mross auf jeden Fall darüber nachdenken ob er ein Forum für derartige Kommentare bieten möchte.

    • Peter Witte schreibt:

      Ich bin schockiert, über einen solchen üblen Kommentar. Wer MMnews kennt, weiß, dass die Inhalte dort von erstklassigen Autoren stammen, u.a. von Prof. Hankel, Prof. Hans Werner Sinn etc. Dies als als pseudreligiös und rechtsgerichtet zu disqualifizieren ist übelster Stil. Es dürfte sich in Zukunft sehr wohl lohnen, http://www.mmnews.de öfter zu besuchen. Immerhin wurde dort als erstes auf die Krise hingewiesen und unmißverständlich auf die Folgen aufmerksam gemacht – als die anderen Medien noch im Dornröschenschlaf weilten.

      • Praterralle schreibt:

        Schockiert könnte man eher über einige Äußerungen der genannten Neoliberalen sein, welche die Wirtschaft in diesen ganzen Schlamassel gestürzt haben. Dies alles weil Neoliberale nicht kapieren wollen, daß ihre Theorien nur bei Vollbeschäftigung gelten. Da helfen auch nix komische Vollbartmoden aus dem 19. Jahrhundert. Aber dies ist ja in erster Linie eine Weinseite und das ist auch gut so. Prost

      • Werner schreibt:

        Von jemanden der offenbar auch bei mmnews beteiligt ist (Name verlinkt auf diese “prächtige” Seite) hätte ich auch nichts anderes erwartet als einen derartigen Kommentar. Schickt Herr Mross jetzt seine Leute los um hier Gegenkommentare abzugeben?

  2. m_arcon schreibt:

    Von der Thematik her sicherlich einer der bisher interessantesten Beiträge bei WAL. Allerdings ist mir dein Gesprächspartner weniger sympathisch, hier gilt ganz einfach das Motto: “Wenn man keine Ahnung hat lieber mal die F***** halten.” So ziemlich jedes Mal wenn du angefangen hast über die Weine zu erzählen hat er dich mit seinem Goldgeschwätz unterbrochen. So kommt die wirkliche Info nicht an. Du hast es mit deinem langen, ausführlichen Text mit detaillierter Beschreibung wieder etwas wettgemacht, trotzdem find ich es schade.

  3. Stephan Ziehen schreibt:

    Schlimmer selbstgefälliger Typ,der heute Dein Gast war!Pass echt auf,daß Du in Gesellschaft von
    solchen Leute Dich nicht auch in Platitüden und Alt-Herren-Witzen verlierst.
    Ponet-Canet 2003 für ca. €30.- war bestimmt ein Schnäppchen damals,leider muss man dann aber
    auch dazu sagen,daß die aktuellen Jahrgänge mittlerweile bei € 175.- in der Subscription liegen…
    also schon nicht mehr so ein Schnäppchen.

    • hendrikthoma schreibt:

      Lieber Stephan, vielen Dank für Deinen Kommentar. Den 2003er findet man bei Winesearcher zwischen 70-90 Euro. Die Preise für aktuellere Jahrgänge sind -wie Du richtig sagst- förmlich durch die Decke gegangen. Deswegen empfehle ich nach wie vor den 2003er. Viele Grüße, Hendrik

    • m_arcon schreibt:

      Der 2009ner Jahrgang hat 100 Parker Punkte bekommen und liegt aktuell bei 210 Euro pro Flasche. Lohnt sich da ein “Investment”?

      • hendrikthoma schreibt:

        Der 2009 Pontet-Canet als Parker 100 Wein ist damit einer der günstigsten so bewerteten auf dem Markt. Langfristig sicher ein gutes Investment. Unabhängig davon, ob man das System Parker nun mag oder nicht. Es hat noch für viele Jahre Relevanz, vor allem in den neuen Märkten aber auch hier.

      • m_arcon schreibt:

        Danke für deine schnelle Antwort Hendrik! Eine Frage hätte ich noch. Der Clos Fourtet hat im Jahrgang 2009 ebenfalls 100 Parker Points bekommen. Auch hier sinnvoll sich ne Flasche in den Keller zu legen?

      • hendrikthoma schreibt:

        Besser in Kisten denken! OHK ist interessanter für den Markt. Gibt es schon als 6er Schachtel!

  4. Pascal schreibt:

    Hallo Hendrik

    Diese ‘Fake’ Degu gefällt mir weniger, wie kannst Du auf Parkerpunkte Soulpunkte geben?

    Lieber reale Weine die auch real Degustiert wurden.

    LG

    • hendrikthoma schreibt:

      Hallo Pasal,

      ich kenne diese Weine alle und deswegen habe ich die Soulpunkte auch ohne Direktverkostung gegeben. Allerdings waren das nicht meine Weine und deswegen ‘Virtuell’. Die Parkerpunkte sind ja relevant für die internationalen Verkäufe und auch Preise. Deswegen sind sie mit angegeben. Viele Grüße, Hendrik

  5. Rainer schreibt:

    http://www.welt.de/print/wams/lifestyle/article12975126/Schluss-mit-dem-Terroir.html

    „Niemand außerhalb Deutschlands wollte nach dem Zweiten Weltkrieg noch hochwertigen deutschen Wein. Und der deutsche Markt selbst wollte billig und süß.“

    Nun „träume“ ich nicht davon, dass sich in Frankreich ein neuer Napoleon erhebt um ganz Europa in Schutt und Asche zu legen.
    Ausschließen kann ich es bei langfristiger Geldanlage aber nicht, dass die Herkunft meiner wertvollen Weine durch aktuelle politische Ereignisse vom Markt auf- oder abgewertet werden.

    Das zum einen und zum anderen las ich über Weinfälschungen:

    http://wuertz-wein.de/wordpress/2010/10/13/weinfalscher-verurteilt/

    oder

    http://wuertz-wein.de/wordpress/2010/04/15/stern-vs-rodenstock-das-magazin-legt-nach/

    Da heißt es also zusätzlich zur Ausgabe für den Wein auch noch Geld für ein wissenschaftlich unangreifbares Sachverständigen-Gutachten auszugeben. Wer ernsthaft hohe Summen in Wein anlegt ist gezwungen sich abzusichern, danach ergibt sich dann die ebenfalls heikle Frage nach den Kosten für sachgerechter Lagerung und Kontrolle des Zustandes der wertvollen Flaschen und ihren Verschlüssen.

    Wäre es da nicht einfacher in die Forstwirtschaft zu investieren? Die Bäume im Wald lässt das ganze Weingedöns ziemlich kalt! ;)

  6. Frank schreibt:

    Hallo Hendrik, sorry, dass ich das so offen sagen muss: Dein Gast war ein Griff ins Klo. Fundamental total unhaltbar und gefährlich für den gesellschaftlichen Frieden und unser Finanzsystem. Wenn ich die Aussagen so höre, biegen sich mir die Fußnägel nach oben. Sollte die aufgestellte Theorie der (großen) Inflation stimmen, würde diese von steigenden Zinsen begleitet. Aber: Das Gegenteil ist der Fall. Sorry! Eine Deflation ist das wahrscheinlichere Szenario. Die trollen Weine haben das Umfeld nicht verdinet!!!

    • Peter Witte schreibt:

      nicht darüber sprechen macht es nicht besser. Ich fand das Gespräch sehr informativ. Die Weine sind zwar etwas kurz gekommen – dennoch alles sehr witzig trotz des Ernstes der Lage.

  7. Patrick schreibt:

    Den Teufel an die Wand zu malen ist genau so schlimm wie die Krise nicht wahrhaben zu wollen. Von daher machts Sinn darüber zu reden. Mich stört eher daß es WAL für mich etwas aus dem Genuss-Kontext reisst und mich wieder in den Alltag holt dem ich eigentlich gerade entfliehen wollte…

  8. Tom Book schreibt:

    Weine, Immobilien, Kfz…immer eine Frage der Möglichkeiten.
    Dieses Thema ist definitiv fernab meiner Möglichkeiten. Die Seite des Herrn Mross bewerte ich (!!) sehr kritisch.

    Für mich ist Wein kein Spekulationsobjekt, sondern ein reines Genussmittel. Ich würde gerne mal einen Tropfen für 2000 Euronen unter fachkundiger Begleitung geniessen…aber ich erfreue mich grade an einem 15€-Rioja, der mir reicht. Und den gibt es nur, weil ich wegen meiner neuen Prinzessin grade den abschliessbaren Teil meines Lagers plündere.

    Trotzdem muss Spekulation erlaubt sein. Es ist aber manchmal echt beschi****, wenn eben diese Spekulation verhindert, dass das gute Zeug an die echten Fans gerät.

    Gruß,

    Tom

  9. Kay schreibt:

    Ein sehr interessanter Gast, welcher das Finanzsystem gut durchschaut. Leider probieren einige Leute ihn in die rechte Ecke zu schieben. Aber jeder der intensiv studiert und recherchiert kann sich seine eigene Meinung darüber bilden. Das Zinssystem und Geldsystem ist rein mathematisch gesehen, fehlerhaft. Spricht es bricht zusammen und ist nicht auf längere Sicht haltbar. Das sind grundlegende mathematische Fakten, welche wir leider nicht in der Schule oder später lernen…..
    Auch wenn ich mir die Weine jenseits der 200 Eur vorläufig niemals kaufen werde, ist es interessant etwas darüber zu hören. Auch werde ich im November die Chance dazu haben einen Petrus zu trinken :-)

    • Werner schreibt:

      Es ist nicht so, dass “leider” einige diesen Herrn in die rechte Ecke schieben, sondern folgendes ist Fakt: er toleriert zumindest dass sich in den Kommentaren auf seiner Seite rechtes Gedankengut verbreitet – und das ist schlimm genug!

      • Peter Witte schreibt:

        So ein Unsinn! Heutzutage ist alles rechts, was nicht in der Mainstream passt! Bei MMnews stehen unter den Artikeln über 1000 Kommentare! Wer will kann immer ein Haar in der Suppe finden. Genauso könnte man auch sagen, MMnews duldet linke Äußerungen, diese habe ich auch schon gefunden!

    • Frank schreibt:

      Zu Deiner Aussage “gut durchschaut” muss ich mich nochmals zu Wort melden. Das ist aus meiner Sicht einseitige Berichterstattung und grenzt an Katastrophen-Populismus. Der Grad zwischen Vorausseher und Reiter auf der Welle ist sehr schmal! Für mich nicht seriös!

      • Werner schreibt:

        Ja das zeugt von menschlicher Qualität Herr Witte – andere Meinungen als Unsinn zu bezeichnen. In welcher Form sind Sie denn an mmnews beteiligt, da Sie sich derartig angegriffen fühlen?

      • Praterralle schreibt:

        Diese “Unsinnsäußerungen” sind schon ein Plattmachinstrument und zeugen nicht gerade von einer Diskussionsbereitschaft. Mit Mainstream würde ich auch nicht die berechtigte Kritik aufgeklärter Bürger und im hauptsächlichen Interesse ihrer Weinpassion auf dieser Seite zu fröhnende WAL-Fans bezeichnen. Auch dieses ” wer möchte findet ein Haar” erinnert zumindest hier in Österreich an eine gewisse Äußerungen.

  10. Tom Book schreibt:

    Moin!
    “Leider probieren einige Leute ihn in die rechte Ecke zu schieben”
    Nun, seine -ggf. vorhandene Kompetenz- wird durch die sehr eindeutigen Tendenzen seiner Web-Präsenz zumindest nicht unterstützt.
    Natürlich muss das Thema der Spekulation mit besonderen Weinen seinen Platz finden. Da gibt es ja auch nichts zu kritisieren. Ich habe aber oft den Eindruck, dass Wein unter 200+€ nicht besonders angesehen wird. Und -mal ganz ehrlich- nur weil irgendwelche grundkurrupte Chinesen unangemessene Preise zahlen, um genau mit dieser Tatsache angeben zu können, ist der Markt in diesem Segment falsch sortiert.
    Meinen Geschmack kann mir ja keiner nehmen. Mein Keller ist auch nicht klimatisiert. Und ich würde auch gerne mal einen Abend lang böllerteures Zeug moderiert verhaften dürfen. Ich brauche das aber nicht aus Prestigegründen. Sondern weil es mich freuen würde, etwas Besonderes angemessen erleben zu können.

    Gruß,

    Tom

  11. Philip schreibt:

    Lieber Hendrik,

    Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, warum du den tollen Charme, den WaL hat so aufs Spiel setzt. Ein, offensichtlich, zweifelhafter Gast, der zudem noch zu dem thema Wein nichts beitragen konnte. Und das Geschwafel über gold hatte für mich stark werbenden Charakter. Schuster bleib bei deinen Leisten! Genuss, Lebensfreude und Leidenschaft. Das habe ich bei WaL gemocht. Bitte jetzt nicht abdriften.

    Ich bin mir sicher, du wirst das Feedback kritisch reflektieren. Ziehe deine Schlüsse draus.

    VG
    Philip

  12. Praterralle schreibt:

    Hallo Hendrik,
    sehr mutige Sendung oder Kamikaze? Wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
    Da ich beruflich sehr viel mit sehr reichen Leuten zu tun habe, sind mir die Ausagen und Verhaltensweisen Deines Gastes und seiner Spezies sehr vertraut.
    Natürlich besteht eine Gefahr für das Finanzsystem, da keinerlei Kontrolle über die Finanzmärkte durch die Politik gegeben ist. Eine bekannte amerikanische Investmentbank sorgte für den Eurobeitritt von Staaten, die nicht die Voraussetzungen erfüllten. Sowohl EZB-Präsident, wie auch Ital. Ministerpräs. waren für diese Bank tätig und nicht nur diese ( im ORF lief eine sehr gute Reportage zu diesem Thema). Ein sehr guter Lehrer hat mir mal gesagt, man solle sich immer die Frage stellen: Cui bono. Wem nützt es. Dann bekommt man eher einen Einblick, mit ganz gesundem Menschenverstand.
    Gold ist ein reines Spekulationsobjekt und keine sichere Anlageform. Man wird auch in Krisenzeiten Schwierigkeiten haben für Gold ein Stück Brot zu bekommen. In den letzten Jahrzehnten haben viele Anleger auch mit Gold sehr viel Geld verloren. Wenn jedoch jetzt viele Leute zu Goldkäufen greifen, wird der Preis natürlich nach oben gehen. Ein guter Moment für den Verkauf und späteren Rückkauf, wenn die Preise wieder zurückgegangen sind. So läuft das auch mit Staatsanleihen etc.
    Die gleiche Situation hatten wir auch in den letzten Jahrzehnten bei Investments in Wein. Russen, Japaner, Chinesen, alle wollten Geld machen und die Märkte sind dann wieder zusammengebrochen. Dann hat man wieder günstig Bordeaux kaufen können, der aber oft hinüber war, da schlecht gelagert. Übrigens hat der Besitzer eines sehr berühmten Bordeaux-Chateaus in den 30ern als Gendarm arbeiten müssen, um sich über Wasser zu halten, da die Preise in den Keller gegangen waren. Tragische “Entspannung” gab es perverserweise für die Winzer aus Bordeaux und der Bourgogne dann erst durch den zweiten Weltkrieg als die Weine von den Deutschen gekauft wurden( interessanter Bericht des franz. Fernsehens von 2009 ).
    Es gibt keine Sicherheit bei Investitionen und manche Schwarzseher machen einfach ihren Reibach.
    Ehrlich gesagt haben mir auch die Folgen mit den Winzern bisher am Besten gefallen, mit Weinen, die man bezahlen und trinken kann. Denn Wein ist nicht zum Streicheln oder Spekulieren da, sondern zum Genießen. In diesem Sinne, wann kommt eigentlich die Sendung, wo wir uns alle vorab die Weine für die Probe besorgen können?

    • hendrikthoma schreibt:

      Moin Praterralle, danke für die offenen Worte. Weder Kamikaze noch Mut waren gefordert. Dieser Beitrag ist ein Teil der Weinbranche, wenn auch für mich ohne Priorität. Ich denke, mit dem 2003er Pontet-Canet habe ich gezeigt was m.E. nach noch vernünftig ist (sofern man das in diesem Metier überhaupt ist). Mir gefällt auch die Kontroverse Diskussion. Ich möchte sie allerdings nicht zu häufig bei WaL. Da gibt es andere Plattformen wo das besser passt. Die Mitmach-Sendung kommt bald. Sagen wir in der 60. Folge! Versprochen! Cheers, Hendrik

  13. malan schreibt:

    tolle weine, was für ein komischer gast …..!!! das machte auch erkennbar das gegen das geschwafel anreden sehr schwer, das war nix, demnächst wieder gut wie gewohnt !!

  14. Florian H. schreibt:

    Moin Hendrik,

    ich muss mich leider vielen meiner Vorrednern anschließen.
    Es war kaum auszuhalten, wie Dein Gast Dir ständig ins Wort gefallen ist, und wie selbstgefällig er ständig irgendwelchen Dinge über Gold und den EURO erzählt hat.
    Die Weine sind alles richtige Granaten, und es wäre echt spannend gewesen mehr auf sie einzugehen, und weniger über Gold zu sprechen.
    Freu mich auf die nächste Folge.

    Grüße aus Stuttgart

  15. Wolfgang G schreibt:

    Mit Abstand die schlechteste Folge bisher. Ich habe nach 13 Minuten abgebrochen. Zynismus pur gepaart mit einer Selbstgefälligkeit, die seinesgleichen sucht. Überhaupt nicht überzeugend wenn es um eine Analyse der Finanzwelt geht, letztlich vollkommen substanzlos. Zum Thema Wein kam überhaupt nur unlustiger Quatsch.

  16. Dominik Herzog schreibt:

    Hallo Hendrik,
    eine Wiederholung davon, so denke ich, brauchen die meisten nicht.(siehe Kommentare)
    Ist doch absurd von 5 Fl. Wein nur eine probieren zu können, da die anderen Fl. zu teuer sind, um einfach so entkorkt zu werden.
    Nächstesmal wähle einen Gast, der das nötige Kleingeld und Grosszügigkeit bestizt und die Weine sponsort, dann kannst du live Soulpunkte verteilen.
    Wie beurteilst du den 86iger Cler-Milon, der bekanntlich von der selben Kellermannschaft kommt?
    Über einen kleinen Restbestand verfüge ich noch und den kann man öffnen ohne lange darüber nachzudenken wieviel wert er sein könnte, da er noch günstig im Einkauf war. Frei nach deinem, meinem Motto, Wein ist gemacht um getrunken zu werden.

    • hendrikthoma schreibt:

      Hallo Dominik, 86 Clerc-Milon ist wunderbar und gehört zu den tollen Gewächsen dieses manchmal zu tanninstrengen Jahrgangs. Hat auch noch Reserven für die weitere Lagerung. Gekostet hat er damals wohl 20,– D!-Mark. Enjoy, Hendrik

  17. Markus Kudla schreibt:

    Ich fand das Thema absolut interessant und relevant. Der Gast hat sicherlich eine gewisse Persönlichkeitsakzentuierung aber gleichzeitig Ahnung vom Finanzgeschäft. Das seine Ansichten streitbar sind mag sein, in die rechte Ecke würde ich ihn keineswegs rücken wollen. Das Thema “Blue chips” und “Wein-Futures” finde ich seit längerem spannend und würde gerne wissen, wo man sich weitergehend darüber informieren kann.
    Ich hoffe das in Zukunft weiterhin verschiedenste Gäste, auch nicht unbedingt aus Wein- bzw. Gastroszene bei Dir eingeladen werden, da es die Sendung sehr abwechslungsreich macht. Wann kommen denn mal wieder Gäste aus dem St.Pauli Weinclub?

    • hendrikthoma schreibt:

      Hi Markus, vielen Dank. Freue mich über Dein differenziertes Urteil. Der letzte Gast beim St. Pauliweinklub war HO Spanier aus Roihesse. Schau mal Folge 50.. Der Klub ist der Klub und WaL ist WaL. Manchmal passt es ja. Viele Grüße, Hendrik

    • m_arcon schreibt:

      Hallo Markus,

      hier ein paar Links mit Infos zu den “Blue Chips”. Find ich selbst auch ein super spannendes Thema. :-)

      http://www.winecollect.eu/weininvestment.html

      http://www.genuss-magazin.eu/?+Index+fuer+Blue+Chips-Weine+&id=2500%2C5043209%2C%2C%2CY2Q9OTE%3D

      und der vielleicht interessanteste Beitrag mit Serena Sutcliffe, Master of Wine und Chefin des Wine Department des Londoner Auktionshauses Sotheby’s. Allerdings weis ich nicht wie aktuell der Beitrag ist.

      • m_arcon schreibt:

        Noch ganz kurz als kleiner Beisatz: Hier ist eine Liste von Weinen die in einer am 06. Oktober stattfindenden Auktion in Hong Kong versteigert werden sollen. Wenn man sich die Preise für z.B: Romanee Conti 1990 Domaine de la Romanee-Conti anschaut kann einem schon ganz anders werden. :-)

        Aber wie schon von vielen erwähnt dreht es sich hauptsächlich um den Genuss! Das war mein Schlusswort.

  18. drunkenmonday (Nico Medenbach) schreibt:

    Hallo Hendrik,

    Ich bin ehrlich und gestehe das ich die komplette Sendung in 4 Minuten durchgezapt habe. Ich habe weder für mich einen Mehrwert an Weinwissen über 5 Weltklasse auf dem Tisch, noch über das Thema Gold/Finanzmarkt/Krise etc gesehen. Hier gibt es andere, seriösere Kanäle zu diesem Thema.
    Die Hoffnung etwas z.B. über einen 2001er Harlan zu hören ist schnell verflogen. Schade. Aber die 4 Minuten waren in dem Falle informativ reine Verschwendung.
    Bitte lass den Wein sehr bald wieder im Fokus stehen.
    Hier mal ein Beispiel wie das Thema Finanzmarkt und Weinverkostung sehr gut geklapt hat:

    http://tv.winelibrary.com/2008/07/10/investing-in-wine-with-jim-cramer-of-mad-money-and-your-host-gary-vaynerchuk-episode-499/

    Grüße aus Mittelhessen,
    Nico
    http://www.drunkenmonday.de

  19. GILLI VANILLI schreibt:

    Nicht meine Preisklasse
    Es gibt so viele tolle Weine im zweistelligen bereich das ich auf alles darüber ehrlich gesagt sch……

    Dann Kauf ich lieber Gold ;-)

  20. ibz.schmidt schreibt:

    Hallo Hendrik, man kann das Kaufen von Blue Chips auch als Alternative zum Aktienmarkt betrachten. Entgegen der Aussage deines Gastes ist es nicht nur wesentlich übersichtlicher in Wein zu investieren, auch gibt man sein Geld nicht in die Hände von irgendwelchen Bankberatern, die im übrigen nicht wesentlich mehr von dem verstehen was sie da tun als man selbst. Ich für meinen Teil habe durweg schlechte Erfahrungen mit dieser Form von Bankgeschäften. Die Zeche bezahlen auf jeden Fall die Kleinanleger (und wer hat schon die Millionen übrig, dass sich das rechnen würde). Ich bin deshalb schon vor 15 Jahren dazu übergegangen in Wein zu investieren. Bis zum heutigen Zeitpunkt gab es noch nicht einen Euro Verlust, dafür aber die Möglichkeit diverse Flaschen zu öffnen deren Preis man sonst nicht hätte bezahlen wollen.
    Ein Beispiel: 2001er Mouton kostete mich damals 136,- Euro in der 6er OHK. Verkauft in diesem Frühjar für 699,- Euro die Flasche, angelegt in Ducru Beaucaillou, Leoville-Las-Cases, Le Reysse und Doisy Daene von denen ich hoffe, dass diese nicht in meiner Erbmasse landen sondern von mir mit netten Leuten getrunken werden. Gruß aus Berlin

    • Praterralle schreibt:

      Übrigens ist mit Blue Chips eigentlich der Kauf von Qualitätsaktien gemeint. Also z.B. Dax-Werte oder solche aus dem Dow-Jones etc. Und irgendwie hab ich Lust bekommen auf einen ehrlichen deutschen Riesling unter 10 Euronen der seiner eigentlichen Pflicht nachkommt, nämlich alle Spekulationen und Visionen vom Weltuntergang zur Nebensache zu machen. Santé

    • m_arcon schreibt:

      699 Euro für einen 2001 Mouton hätte ich nicht bezahlt.

  21. opusmachina schreibt:

    Leute, mal den Ball flach halten! Mir scheint’s, viele Leute tun sich schwer mit Ironie.
    Ausserdem: am Anfang die Analyse der Geldsystemkrise ist absolut zutreffend und kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Man muss den Herrn nicht mögen, aber man kann mal genau zuhören. Amen!

  22. AlenJ schreibt:

    Ich habe eine sehr gute Methode jegliche Mystik aus diesen maßlos überteuerten Preisen zu eliminieren. Ich denke mir immer, früher oder später pinkelt man den auch raus. An diesem Ende angekommen, ist er genauso viel Wert wie Leitungswasser.

  23. Tom Book schreibt:

    Moin!
    “699 Euro für einen 2001 Mouton hätte ich nicht bezahlt.”
    Hehe…ich will, kann (und darf;-) ) das nicht bezahlen. Ich zahle auch nicht die Preise für Produkte vom Apfel – auch wenn ich sie toll finde.

    Mich wundert bei diesen speziellen Themen immer wieder, wie sehr sich die Emotion bei einem so grandios persönlich gelagertem Komplex “Genuss” in die Richtung der kalten Spekulation entwickeln kann. Vermutlich, weil es sich lohnt.

    Mein Wein soll sich nicht lohnen, ich will mich freuen, wenn der Stoff ein neues Erlebnis bietet oder ich mich von der Begeisterung eines engagierten Weinmachers anstecken lassen kann.

    Gruß,

    Tom

  24. Torsten schreibt:

    Ich weiß du hältst nicht viel von Weinetikette, aber was auf dem Tisch steht wird ausgemacht!

  25. Gobenn71 schreibt:

    Ich fand die Sendung diesmal auch wenig informativ und schnell langweilig. Was aber in erster Linie daran lag, dass der Gast zum Thema Wein ja wirklich Nullkommanull beizutragen hatte, ausser dass er Weine im Preisbereich zw. 5 und 20 € kauft und den Pontet-Canet toll fand. Ansonsten wirkte er nicht sehr interessiert an der Thematik. Das ist für mich der Hauptknackpunkt, nicht die Standpunkte, die Herr Mross ansonsten zum Thema Gold und Finanzmärkte vertritt, aber das fand ich schade.
    Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, Wein-Laien zu WaL zu holen, aber dann sollten sie zumindest echtes Interesse am Thema zeigen und auch eigene Standpunkte einbringen. So war das wenig bis nichts, zumal sich wohl mind. 95% der Zuschauer mit Ausnahme des Pontet-Canets auch niemals einen der anderen angesprochenen Weine verkosten oder gar kaufen werden.

  26. Stefan schreibt:

    Ich fand die Folge insgesamt unterhaltsam, finde aber auch, dass weiterhin vor allem der Wein im Mittelpunkt stehen sollte. Eigentlich ist es doch klar, dass bei derartigen Preisen der Weine der ersten Reihe in Zukunft immer wieder solche, die qualitativ sehr gut gemacht sind aber noch etwas weniger bekannt sind “entdeckt” und positiv beschrieben und keuaft werden. Bei Pontet-Carnet ist das auch gerechtfertigt aber es ist auch Teil eines typischen Marktgeschehens

  27. SteffenU schreibt:

    Also, immerhin hat diese Folge für extrem viele Kommentare gesorgt, woraus ich mal schließe das es ein bewegendes Thema ist. Ich fand es recht Interessant und es ist wie Hendrik auch sagte eben auch ein Teil des Weinmarktes und gehört für mich daher auch hierher. Was mich beim Thema Wein als Anlage interessiert ist eine reine pragmatische Frage, wenn ich ein Aktie verkaufen will ist dies relativ einfach, was mache ich aber mit meinen “wertvollen Weinen”? Es gibt immer wieder Anzeigen von Aufkäufern, aber das halte ich für wenig seriös und auch ein “seriöser” Aufkäufer will seinen Teil verdienen, wo also hin mit den guten Tropfen. Ich habe jetzt nicht den Keller voller teurer Weine, mich würde es einfach interessieren wie so etwas abläuft.
    Und die paar teuren die dabei sind werden sichrlich getrunken, den dafür sind sie ja da :-)

  28. Mathias schreibt:

    Wie jetzt – “gegenseitig verlinken”? Nicht, dass hier zukünftig dauernd irgendwelche Spekulanten über Wein als “Geldaufbewahrungsmittel” schwadronieren. Ist ja schön, wenn man soviel Geld über hat, dass man es sich als Gold in den Safe oder überteuerten Wein in den Keller legen kann, aber für mich ist Wein eher ein Spaß- oder Genussaufbewahrungsmittel (Mehr Spaß ins Glas!) – und das bleibt bei mir nicht lange im Keller liegen ;-) Hättst mal lieber mit Tim Raue geplaudert – das wäre interessanter gewesen! Freu mich schon auf die nächste Folge, wenn es – hoffentlich – wieder um realen Genuss geht.

  29. Christoph schreibt:

    “Entmystifiziere den Wein, aber nimm ihm nicht seinen Zauber.” Wer sich Wein in den Keller legt, um ihn nicht zu trinken, der braucht auch keinen Wein. Außerdem frage ich mich, wie denn bitte die Qualität über die Dauer überprüft werden kann?
    Was ist, wenn ich so eine Flasche aufmache und mir passiert das gleiche, wie dunnemals mit einem großen Gewächs von Kühling-Gillot? Ich rieche hinein und denke: Gummiboot! Ich kann das Bukett zwar aufschlüsseln, aber die Summe riecht für mich nach Gummiboot.

    • Rainer schreibt:

      Gummiboot! – Kommt mir bekannt vor, ist schon ein paar Jahre her, wir saßen bei einem Freund zusammen, der holte eine gute Flasche Wein (vom Rhein?) aus dem Keller, es schmeckte wie Gummi-Einmachring am Einmach- oder Weckglas riecht wenn es alt und brüchig geworden ist. Schade! Zu lange aufbewahrt! ;)

  30. Sirko schreibt:

    Sehr feine Diskussion, bin leider erst jetzt dazu gekommen. Ich habe zuerst die Kommentare überflogen, weil das Ding 25min lang war. Da dachte ich schon…oha was kommt jetzt…aber es war ja wirklich nett und Ihr hattet Euren Spaß. Der Herr Mross ist durchaus von dieser Welt. Schöner Beitrag.

  31. Henning R. Haltinner schreibt:

    Reblogged this on Henning Richard Haltinner.

  32. Alex Barbera schreibt:

    Hat mich jetzt heute nicht so vom Hocker gerissen – zu wenig Wein, der am Limit war – ausser bezüglich des der Aufruf von hohen Preisen. Auch die freundschaftliche gemeinsame Verkostung von euch beiden hat mich nicht so berührt / inspiriert wie andere Folgen. Und den Euro immer tot zu reden halte ich auch nicht für hilfreich, ohne bessere Alternativen zu präsentieren (ausser Gold) – bei Wein geht das ja zumindest…

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